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DKP München

 


Rückblick 2002

Sonderseite zu den Feierlichkeiten zu Ehren der Spanienkriegsveteranen in New York 2002

11. Mai 1952: Gegen die Remilitarisierung der BRD - 50. Jahrestag des Todes von Philipp Müller

Kämpferischer 1. Mai 2002 in München

Erinnerung an die Penzberger Mordnacht 28. April 2002

Ostermarschreden / Bericht vom Ostermarsch in München 2002

PDS/Offene Liste im Stadtparlament!

Rückblick auf die "Sicherheitskonferenz" 2002 in München


Sonderseiten 2002

PDS/Offene Liste im Stadtparlament!
[ Sonderseite]

Widerstand gegen den Stellenabbau bei Siemens:
Proteste am 11.10.2002 vor der Siemens Zentrale auf dem Wittelsbacher Platz
[ Spezial]


Naziaufmarsch nach 400 Metern gestoppt:
Tausende Münchnerinnen und Münchner stellten sich am 12. Oktober 2002 den Nazis in den Weg!

[ Bilder]


Tausende Münchner im Widerstand gegen zwei Naziaufmärsche anläßlich der Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944«

Aufstehen! Gegen Naziterror, Rassismus und Antisemitismus!
Dokumentation der Reden auf der Abschlußkundgebung auf dem Marienplatz
von Peter Gingold, Martin Löwenberg, Otto Schwerdt und Konstantin Wecker

[ Reden]
[ Spezial]

50. Jahrestag des Todes von Philipp Müller
[ Spezial]

Feierlichkeiten zu Ehren der Spanienkriegsveteranen in New York 2002
[ Spezial]



Sonderseite zu den Feierlichkeiten zu Ehren der Spanienkriegsveteranen in New York 2002

Spaniens Himmel in Manhattan

Eine ganze Reihe von Veranstaltungen widmete sich in diesem Jahr in New York den US-amerikanischen Veteranen des spanischen Bürgerkrieges.

Die New York Historical Society zeigt noch bis 14. Juli die Gemäldeausstellung "Ralph Fasanella's America", im völlig überfüllten King Juan Carlos Center der NYU wurde ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel "Women in the Spanish Civil War" vorgestellt, der sich eingehend mit der Rolle der Frauen befaßte, die als amerikanische Freiwillige vor allem im medizinischen Dienst tätig gewesen waren, außerdem fand das 66. Treffen der Veteranen der Abraham-Lincoln-Brigade statt.
Sechshundert Menschen waren gekommen, die achtzehn anwesenden Veteranen und das Vermächtnis der Gefallenen, Ermordeten und Verstorbenen zu ehren.
Einer von ihnen war Ulrich Kolbe, der das Buch des Veteranen der Abraham Lincoln Brigade Harry Fisher ins Deutsche übersetzt hat; Für die Genossinnen und Genossen der DKP München hat Ulrich Kolbe einen Bericht verfasst, den wir auf der
Sonderseite zu den Feierlichkeiten in New York veröffentlichen.

[Zur Sonderseite zu den Feierlichkeiten zu Ehren der Spanienkriegsveteranen in New York 2002]


11. Mai 1952 - Friedenskarawane in Essen: Gegen die Remilitarisierung der BRD
50. Jahrestag des Todes von Philipp Müller

Philipp Müller, ein Münchner Kommunist und Antimilitarist wurde auf der Friedenskarawanne in Essen am 11. Mai 1952 von hinten erschossen.
Er demonstrierte mit 30 000 Jugendlichen friedlich gegen die Remilitarisierung Adenauers und das Wiedererstehen des deutschen Militarismus, wenige Jahre nach der Befreiung vom Faschismus.


Auf einer [Sonderseite] dokumentieren wir die Aktionen anlässlich seines Todes vor fünfzig Jahren.


Kämpferischer 1. Mai 2002 in München

Eindrucksvoll demonstrierten am 1. Mai deutlich mehr Münchner Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter als in den vergangenen Jahren vor allem für ein Ende der faktischen Nullrunden im Tarifkampf. "München steht an der Schwelle zum Streik", titelte die Süddeutsche Zeitung ihren Bericht und stellte fest: "Der drohende Streik mobilisiert die Gewerkschafter". Diesmal war also zumindest in München kein Gerede von dem "veralteten Ritual" 1. Mai möglich, hatten sich doch bereits am Morgen tausende Menschen mit vielen fantasievollen Schildern und Transparenten vor dem Arbeitsamt zur Demonstration versammelt.
Das offizielle Motto "Globalisierung gerecht gestalten" griff vor allem die DKP auf, die erstmals mit einem eigenen Block hinter dem - das gewerkschaftliche Motto etwas konkretisierenden - Transparent "Globalisierung gerecht gestalten - die Macht der Monopole brechen! DKP" auftrat.
Die Hauptkundgebung auf dem Marienplatz (die SZ sprach von 4000 TeilnehmerInnen) war belastet von einem peinlichen Auftritt des zum 9. Mal eingeladenen OB Ude, der im Februar das Demonstrationsrecht anlässlich der sogenannten "Sicherheitskonferenz" erfolglos hatte aufheben lassen. Er wurde begrüsst durch ein riesiges Transparent Junger Gewerkschafter "Wir lassen uns das demonstrieren nicht verbieten! ... Herr Ude. Weder zur NATO-Tagung noch am 1. Mai" und durch ohrenbetäubende Pfeifkonzerte und Buhrufe "Schäm Dich!", so dass er sein "Grusswort" nach einer kurzen Beschimpfung der "30 Störer winziger Gruppen" abbrechen musste.
Besonders aktiv wurde hier die viele TeilnehmerInnen der Gewerkschaftskundgebung befremdende Präsenz einer Unmasse von Polizisten, die teils im Kampfanzug nach Kräften zur Verschärfung der Atmosphäre beitrugen und unfreiwillig-fatal an die Aussetzung der Demokratie im Februar erinnerten.
Hauptthema der Kundgebung war der Tarifkampf; vor allem die Gewerkschaft ver.di betonte ihre Solidarität zur IG Metall. Heinz Putzhammer vom DGB-Bundesvorstand forderte in Unterstützung des mit Warnstreiks beginnenden Arbeitskampfes, dass die Globalisierung den Menschen dienen müsse und nicht umgekehrt.
Bei herrlichem Frühlingswetter gab es dann wieder das traditionelle Familienfest mit vielen Informationsständen fortschrittlicher und gewerkschaftlicher Organisationen.
Im Vorfeld hatten bereits am 28. April auf einer Veranstaltung der gewerkschaftlichen Linken etwa 70 Kolleginnen und Kollegen über den Tarifkampf und Schlussfolgerungen aus dem überwältigenden Generalstreik in Italien diskutiert. Die Losung der Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung "Eine andere Welt ist möglich", so berichtete Leo Mayer vom Parteitag der Rifondazione Comunista, war auch die Triebkraft des Generalstreiks in Italien, an dem sich nahezu 20 Millionen Menschen beteiligten.


Erinnerung an die Penzberger Mordnacht

Am 28. April fuhr auch heuer wieder eine kleine Delegation der Münchner DKP in Richtung Süden, um die Penzberger Genossen anlässlich des Gedenkens an die von den Nazis noch kurz vor Kriegsende ermordeten Antifaschisten zu verstärken. Auch dieses Mal, wieder vom Genossen Belohlawek organisiert, unübersehbar der Kranz der DKP neben denen von SPD, CSU und den Grünen - mit Berichten darüber in der SZ, dem Penzberger Merkur und dem gelben Blatt (dem größten Anzeigenblatt des Landkreises, das an alle Haushalte geht).

Im anschließenden Kulturprogramm hatten SchülerInnen des Gymnasiums in Zusammenarbeit mit der Musikschule das Thema des 28.4. aufgegriffen und eindrucksvoll in Szene gesetzt. Schade nur, dass "Gewalt" hier fast ausschließlich als rein menschliches Problem dargestellt wurde und gesellschaftliche Zusammenhänge, Ursachen von staatlicher Gewalt, von Krieg und Faschismus leider kaum berührt wurden. Von daher gäbe es, was Aufklärungsarbeit anbetrifft, noch einiges zu tun.

Gelegenheit dazu gibt es z.B. am Dienstag, den 4. Juni 2002 um 19.00 Uhr im Staltacher Hof, Penzberg, wenn die VVN den Film über das Leben der Augsburger Widerstandskämpferin Anni Pröll "Anni, ich hab Angst um Dich" zeigt, der mit Unterstützung der VVN, der IGM und dem Augsburger Stadtjugendring entstanden ist.

Wer übrigens nähere Informationen zur Penzberger Mordnacht will, erhält diese gegen Voreinsendung von 1,53 Euro in Form von Briefmarken an den KommTreff, Lothringerstr. 6, 81667 München oder unter http://www.mordnacht.de/.


Ostermarschreden / Bericht vom Ostermarsch in München 2002


Auf dieser Seite sind die Ostermarschreden eingegangen bis 4.4.2002:
http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/bewegung/Ostermarsch2002/

Ostermarsch München 2002
Wenn sie nicht gerade 3000 Randalierer als Grund für ein Demonstrationsverbot braucht, benutzt die Polizei gern ein Verkleinerungsglas; es waren nicht 500 oder 600 Teilnehmer am Ostermarsch, sondern 1600 im Zug und mehr als 2000 auf dem Marienplatz, die sich trotz verlockenden Ausflugswetters gegen die "Normalität" von Krieg und Massenmord stellten.

Auf dem Orleansplatz sprach als Auftakt ein Vertreter von attac, der gleich die Verbindung von Wirtschafts(un)ordnung und Gewaltpolitik herstellte.

Der folgende Zug sah wieder mal erheblich eindrucksvoller aus als die Menge der Kundgebungsteilnehmer vermuten ließ. "Kommunisten raus!", brüllte ein leicht angesäuselter Herr auf der Isarbrücke - etwas zu spät: Die Kommunisten waren mit mindestens 60 Leuten schon heraußen und mit drei Transparenten, (SDAJ und DKP) Fahnen, Umhängeschildern und UZ-Verkauf deutlich dabei. Dazu kam auf dem Marienplatz ein gut sichtbarer Infostand neben dem isw-Stand, so daß auch die früheren Mitglieder sehen konnten: Die DKP ist voll dabei!

Auch auf dem Marienplatz war der Tenor der Redner: Diese Globalisierung der Konzerne und des Finanzkapitals ist die Folie aus Elend, Ungerechtigkeit und Unterwerfung, auf der Terror und Krieg entstehen. Neben der US-Regierung mit ihrer weltgefährdenden Arroganz wurde auch die Bundesrepublik scharf angegriffen. Während Heinrich Birner von ver.di die "Sicherheitspakete" des Otto Schily und die Vorfälle während der Natokonferenz in München, vor allem die Umstellung des DGB-Hauses, kritisierte, hatte Clemens Ronnefeldt vom Internationalen Versöhnungsbund die Militärinterventionen der Bundeswehr auf drei Kontinenten zum Thema.

Dazwischen boten die "Truderinger Friedensfrauen" Antimilitärsketche und die Gruppe ASM Hiphop, während Frau Cyrani Spirituals sang.

Die Friedensbewegung ist notwendig - und sie ist wieder da!


Münchner Kommunalwahl: PDS/Offene Liste im Stadtparlament!

Erstmals seit dem KPD-Verbot 1956 war eine linke Bündniskandidatur bei der Stadtratswahl in der drittgrössten Stadt Deutschlands, erfolgreich. Am 3. März konnte die erstmals kandidierende Offene Liste der PDS , an der sich die DKP personell beteiligte und für deren Wahl sie warb, 1,41% der Stimmen auf sich vereinigen und somit einen Sitz im Stadtrat für die Spitzenkandidatin Brigitte Wolf erkämpfen.

[Das Ergebnis] nach Auszählung aller 876 Stimmbezirke:

SPD 14.007.838 Stimmen = 41,86 % (37,4%) 35 Sitze
CSU 12.065.823 = 36,05 % (37,9%) 30 Sitze
Grüne 3.205.908 = 9,58 % ( 9,6 %) 8 Sitze
FDP 1.201.294 = 3,59 % (3,3 %) 3 Sitze
Rosa Liste 666.884 = 1,99 % (1,8 %) 1 Sitz
PDS 472.967 = 1,41 % ( - ) 1 Sitz
ÖDP 415.710 = 1,24 % (1,2 %) 1 Sitz
REP 402.261 = 1,20 % (2,1 %) 1 Sitz
Freie Wähler 399.930 = 1,195 % (-) nix
David gg. Goliath 361.967 = 1,08 % (1,8 %) rausgeflogen
Autoraser 266.382 = 0,80 % (1,6 %) rausgeflogen

1996 hatte der mittlwerweile glücklich verstorbene "Bund freier Bürger" weitere 3,3% für Rechts eingefahren.

Beste Ergebnisse der Offenen Liste PDS gab es in den Bezirken 8 (Schwanthalerhöhe), 3,4%; 2 (Ludwigvorstadt/Isarvorstadt) 2.8%; 5 (Au/Haidhausen) 2.5% und 3 (Maxvorstadt) 2.2%.

Herzlichen Glückwunsch an Brigitte und an die gesamte Liste! Wir hatten von zwei Sitzen geträumt, aber der erstmalige Einzug ins Stadtparlament ist ein historischer Erfolg, auch mit einem Sitz. Die nächsten sechs Jahre wird sicher aktuell bleiben, was Walter Listl am 26. 2. auf einer Wahlkampfveranstaltung sagte: "Was im Stadtrat erreicht werden kann, hängt nicht von der Zahl der PDSler im Parlament ab, sondern vom Niveau der Bewegung außerhalb."

Herzlichen Dank allen Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfern, allen Wählerinnen und Wählern!

DKP München

PDS/Offene Liste im Stadtparlament!
[ Sonderseite]


Aktionen gegen den "Sicherheitsgipfel" 2002: DKP war aktiv dabei!

Die DKP München war unübersehbar bei den Aktionen gegen den "Sicherheitsgipfel" in München Anfang Februar dabei. Das KommTreff war eine wichtige Anlaufstätte und wurde entsprechend polizeilich gefilzt, tausende Flugblätter fanden während der Tage im DKP-Schwerpunkt Haidhausen reißenden Absatz, viele GenossInnen demonstrierten, Claus Schreer, Walter Listl und andere waren führend an den Aktionen beteiligt. Noch am Abend des Sonntags 3. Februar, als Claus Schreer sich noch in Haft befand, gab es für alle Welt eine Erklärung der Sprecher der DKP München (siehe eine "early version" im Februar-Rundbrief) in deutsch und englisch im Internet (http://www.rednet.org/), News from the World Communist Press, was zu empörten Schreiben aus vielen Ländern an OB Ude führte.

Herzlichen Dank allen Genossinnen und Genossen, die geholfen haben, das Verbot jeder Gegenmeinung zu den Kriegstreibern zu verhindern! Kein schlechtes Gewissen, sondern gute Absichten für die Zukunft denjenigen, die sich diesmal nicht getraut haben!

 

Reportage
Treffen der Welt-Kriegselite bei der 38. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik und der verbotene Protest dagegen (in 5 Teilen)
München, 1. bis 3.2.2002
Die Teile enthalten:

Teil 1: Protest auf dem Marienplatz sowie Empfang für die Konferenzteilnehmer durch den Oberbürgermeister der Stadt München im Hotel 'Bayerischer Hof' (Freitag 1.2.2002)

Teil 2-4: Protest gegen das Treffen der Welt-Kriegselite und gegen das Demonstrationsverbot in der Münchner Innenstadt (Samstag 2.2.2002)

Teil 5: Impressionen am Rande des Treffens der Welt-Kriegselite und des Protests dagegen (1. bis 3.2.2002)

[
Zur Reportage]

 




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