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Referat zum Arbeitsplan 2003/04
DKP München mit neuem Plan und neuem Vorstand
Renate begründete den Arbeitsplan für die nächsten zwei Jahre. Er wurde nach der Diskussion einstimmig angenommen. Die Schwerpunkte sind 1. Antimilitarismus / Frieden ("Wir werden uns einsetzen bei der Mobilisierung gegen den drohenden Irak-Krieg, gegen weltweite Bundeswehreinsätze, gegen EU-Einsatztruppen, gegen die präventiven Kriegsstrategien der NATO-Staaten. Wir fordern den Abzug der deutschen Truppen v.a. aus den Balkan-Protektoraten und aus Afghanistan; wir fordern Runter mit der Rüstung statt Ausbau der Bundeswehr.") 2. Generalangriff auf die sozialen Sicherungssysteme und Deregulierung des Arbeitsmarkts (Hartzgesetze, Gesundheitsreform, Rentenreform, Abbau des Kündigungsschutzes). 3. Abbau demokratischer Rechte - Gefährdung der bürgerlichen Demokratie. 4. Bündnispartner und 5. DKP konsolidieren und stärken.



1. Antimilitarismus / Frieden

 

Der Kampf für den Frieden wird eine immer zentralere Aufgabe für uns, da die Imperialisten den Krieg zu ihrer wichtigsten Strategie im Kampf um die Herrschaft über die Welt gemacht haben. Die Bundesregierung hat mit dem Krieg in Jugoslawien und dem Einsatz in Afghanistan deutlich gemacht, dass sie auf der weltpolitischen Bühne wieder mitzumischen gedenkt. So hat auch die Bundeswehr die Präventivschlagstrategie der USA sich zu eigen gemacht. Die Umrüstung der Bundeswehr zu einer Interventionsarmee ist in vollem Gange und verschlingt Milliarden – Geld, das für den sozialen Bereich fehlt bzw. dort abgezogen wird. Immer klarer sind für viele Menschen auch in der BRD die Folgen der imperialistischen Globalisierung zu erkennen. Das müssen wir nutzen, um die Ursachen von Krieg und Elend aufzuzeigen Die Festlegung des 15. Parteitags gilt mehr denn je: „Kritik am Krieg muss zur Kritik am Imperialismus werden“.

 

Wir werden uns einsetzen bei der Mobilisierung gegen den drohenden Irak-Krieg

                           gegen weltweite Bundeswehreinsätze, gegen EU-Einsatztruppen

                           gegen die neue NATO-Strategie

Wir fordern den Anzug der deutschen Truppen v.a. aus den Balkan-Protektoraten und aus   

                                 Afghanistan;

                                 Runter mit der Rüstung    

Diese Aufgabenstellung muss von uns konkret in Aktionen und Publikationen umgesetzt werden, bei Demonstrationen, am 1. September usw.                         

Die verschiedenen Einschätzungen im KV über das Verhältnis zwischen den Supermächten  wirken sich natürlich auch auf die Linie und die Forderungen im aktuellen Kampf aus. Wir sollten versuchen, die Debatte nach wie vor solidarisch zu führen und im konkreten Fall Kompromisse zu schließen.

 

Die Friedensbewegung hat sich im Vergleich zu den 80er Jahren verändert: wesentlich mehr rot als blau war auf der Demonstration gegen die NATO-Sicherheitskonferenz zu sehen. Die Beteiligung von Jugendlichen in diesem Bereich ist auffallend hoch. Uns ist es aber bisher nicht gelungen, sie längerfristig zu organisieren. Das Bündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz ist auch nicht geeignet und gedacht dafür - für die Einbindung  neuer Interessenten fehlen die Strukturen. Wichtig ist deshalb die Mitarbeit junger Genossen und aus der SDAJ im Bündnis sowie in Gruppen wie „Schüler für den Frieden“ und in Attac.

 

Ohne die zähe und beständige Arbeit unserer Genossen Claus und Walter hätte es das gemeinsame Bündnis mit Attac und dem Friedenbündnis so wohl nicht gegeben. Der große Erfolg der Demonstration ist zum Teil auch auf sie zurückzuführen, und Claus ist nicht zu Unrecht in der Presse als der zentrale Organisator dargestellt worden. Dies zeigt, dass selbst unter den heutigen Bedingungen Kommunisten eine entscheidende, ja unverzichtbare Rolle in Bündnissen spielen können.

Um die Arbeit im Bündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz zu verbessern, muss die Mitarbeit der Genossen dort gesichert und möglichst durch zusätzliche Kräfte gestärkt sowie die Koordination und Zielsetzung mit allen beteiligten Genossen im KV besprochen werden. Außerdem sollten wir bei den nächsten Aktionen versuchen, mehr Genossen zur operativen Unterstützung zu gewinnen. Insgesamt wäre es erforderlich, in München ein breites Antikriegsbündnis zu bilden, in dem auch gewerkschaftliche Kräfte eine größere Rolle spielen, seine Realisierung scheint aber bisher noch nicht möglich.

 

Entscheidend aber für weitere qualitative Fortschritte im Kampf für den Frieden wird sein, ob wir die Analyse, dass der Kapitalismus selbst die Ursache für den Krieg ist, auch in den Gewerkschaften verankern und in die Betriebe tragen können. Dass muss für uns Kommunisten die wichtigste Aufgabe sein.

 

 

 

 

2.  Generalangriff auf die sozialen Sicherungssysteme und Deregulierung des Arbeitsmarkts

 

Die Hartz-Gesetze bedeuten eine Kampfansage an Arbeitslose und Beschäftigte zugleich, was aber den meisten aus beiden Gruppen bisher völlig unklar ist. Es ist wohl der größte und umfassendste Angriff seit Bestehen der Bundesrepublik auf den Sozialstaat, auf den Flächentarifvertrag und damit auf die Gewerkschaften. Die Folge wird eine enorme Ausweitung der Leiharbeit – sowie die Reduzierung der Stammbelegschaften – sein sowie eine weitere Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse. Der Druck auf die Löhne wird sich verstärken. Die Lebensbedingungen der Arbeiter werden sich massiv verschlechtern, wenn es nicht gelingt, die Gesetze wenigstens teilweise aufzuhalten bzw. rückgängig zu machen.

 

Eine wachsende Minderheit in den Gewerkschaften positioniert sich gegen die Gesetze, aber neben den bekannten „Überzeugungstätern“ gibt es dort auch die Regierungsanhänger, die in falscher Loyalität vor jeder Kritik an der Regierung zurückschrecken.

Wir müssen das Thema verstärkt in unsern  Publikationen behandeln, aber jeder Genosse ist nach seinen Möglichkeiten gefordert, es im Betrieb zum Thema zu machen und in den Gewerkschaften die Unterstützung der Gewerkschaftsführung für die Hartz-Gesetze zu kritisieren.

 

Die geplante Gesundheitsreform und die Fortführung der Rentenreform mit Hilfe der Rürup-Kommission ergänzen diesen Angriff. Das sparpolitische Notstandsregime von Ulla Schmidt kann den Finanzdruck auf die Sozialkassen nicht mindern, da sie grundlegende Reformen im Sinne der Arbeiterklasse scheut. Im Frühjahr will sie zusammen mit der Rürup-Kommission, einem sog. Expertengremium, ihr Konzept vorschlagen, was nichts anderes beinhalten wird, dass das Gesundheitswesen kurz und klein geschlagen und den Anteil der Privatisierung bei der Rente weiter gesteigert wird. Zur Pflegversicherung kursieren Pläne für eine Steuerfinanzierung mit privater Zusatzversorgung, die ebenfalls auf eine Entlastung der Kapitalisten hinauslaufen. Die Regierung wird nach den Wahlniederlagen in Hessen und Niedersachsen de facto eine Große Koalition eingehen, d.h. das Oppositionsprogramm übernehmen.

 

Neben der Arbeit in Betrieb und Gewerkschaft, um den Widerstand v.a. gegen die Gesundheitsreform zu formieren, sollten wir versuchen, die Gesundheitsreform auch in einem sozialen Bündnis von  Vertretern der Pflegeberufe, Ärzte und Patienten in die Öffentlichkeit zu bringen und breiten Widerstand zu organisieren. Da eine ganze Reihe von Genossinnen und Genossen in diesem Bereich arbeiten, ist eine eigenständige Aktivität hier möglich und realistisch.

 

Da das Hauptargument von Regierung, Unternehmern und Medien beim Sozialabbau immer die Senkung der Lohnnebenkosten ist, muss von uns auf die im weltweiten Maßstab besonders geringe Belastung der deutschen Unternehmer hingewiesen werden.

 

 

Gesundheitsreform wie Hartz-Gesetze sind sehr komplizierte Themen, bei dem eine Einarbeitung nötig ist, um dem dauernden Druck der bürgerlichen Presse widerstehen zu können. Anders steht es bei den von Arbeitsminister Clement geplanten Verschlechterungen des Kündigungsschutzes, womit insbesondere der Schutz älterer Arbeitnehmer wegfallen soll. Insgesamt plant Clement Deregulierungen in 33 Bereichen laut einer Information der „Welt“. Hier können die Gewerkschaften nicht so leicht einknicken, und es ist leichter, die gewerkschaftliche Basis zu mobilisieren. Dazu müssen wir beitragen.

 

So wird sich die SPD entscheiden müssen, ob sie mit den Gewerkschaften oder mit Clement, und das heißt auch mit der CDU/CSU gehen will. Das strukturelle Problem der Sozialdemokraten, dass sie eine Politik für die Monopole machen wollen, dass aber ihre soziale Basis andere Interessen und Erwartungen hat, hat sich in den letzten Jahren verschärft. Für Reformpolitik im Sinne der Arbeiterklasse sieht das Kapital keine Notwendigkeit mehr, und die Unternehmerverbände führen eine Dauerkampagne zur Zerschlagung des Sozialstaats. Bei der  Auseinandersetzung über diese Fragen  wird zwar die SPD-Linke verlieren, und es wird zur weitgehenden Umsetzung des Opposition-Programms kommen, aber das kann zur Klärung der Position in den Gewerkschaften beitragen und das Widerstandspotential stärken.

 

Die Bedeutung der Arbeit in den Gewerkschaften kann deshalb nicht genug betont werden. Der Widerstand an der Basis gegen den neoliberalen Umbau hat zwar etwas zugenommen und mit der Gewerkschaftslinken hat er auch organisatorisch eine wenn auch noch äußerst schwache Form gefunden, aber noch ist die Kraft nicht groß genug, die Politik der Gewerkschaften zu beeinflussen. Die Formierung linker Positionen in ihnen ist eine zentrale Frage für die Arbeiterklasse. Alle gewerkschaftlich organisierten Genossen sind gefordert, eine vorwärtstreibende Rolle in ihnen zu spielen.

 

3.  Abbau demokratischer Rechte – Gefährdung der bürgerlichen Demokratie

Die Schilyschen Sicherheitsgesetze sind eine neue Qualität des Angriffs auf die bürgerliche Demokratie, sie gehen sogar über die Notstands-Gesetze hinaus. Eine Auseinandersetzung mit ihnen wäre unbedingt erforderlich, zumal auch die CSU immer wieder als Einpeitscher in diesem Bereich tätig ist (neben dem Thema Innere Sicherheit auch Einsatz der Bundeswehr im Innern, Rassismus usw.). Der verschärfte Abbau demokratischer Rechte, der weitgehend ohne Widerstand vonstatten geht, hat inzwischen eine Dimension erreicht, dass die bürgerliche Demokratie selbst in Gefahr ist.

 

Aber da wir in München auf diesem Bereich nach wie vor über keine Strukturen, nicht einmal über einzelne Aktivisten verfügen, können wir nur in unserer Agitation und Propaganda auf die Situation eingehen.

Der Einsatz bei Anti-Nazi-Aktionen ist natürlich selbstverständlich und wird hier nicht besonders thematisiert.

 

4. Bündnispartner

Die Niederlage der PDS bei den Bundestagswahlen beraubt die Linke einer politischen Vertretung im Parlament. Die Niederlage ist auch nicht allein auf den Anpassungskurs führender PDS-Vertreter zurückzuführen, sondern das schlechte Abschneiden der PDS im Westen zeigt, dass die Linke nach wie vor enorm zerstritten und marginalisiert ist. Selbst ein so gemäßigt sozialistisches Programm wie das der PDS vermag kein relevantes Potential auf sich zu vereinigen.

 

Die Münchner PDS hat die Niederlage erstaunlich gut überstanden, v.a. durch ihr Engagement im kommunalen Bereich. Hier kann und muss die Zusammenarbeit weitergeführt werden, aber auch bei einzelnen Veranstaltungsthemen sollten wir immer wieder prüfen, ob es nicht gemeinsame Aktivitäten gibt.

 

Bei einzelnen Gliederungen von SPD und Grünen ist eine Zusammenarbeit im antifaschistischen und antimilitaristischen Bereich möglich gewesen und sollte weiter angestrebt werden.

 

Der rasante Aufstieg von Attac ist Anlass zu Hoffnung und Skepsis zugleich. Zum einen zeigt er, dass ein größeres Potential antikapitalistischer Linker außerhalb von PDS, DKP und den trotzkistischen Zirkeln vorhanden ist. Außer ehemaligen Grünen, SPDlern und DKP-Genossen sammelt Attac auch ideologisch noch nicht festgelegte Jugendliche um sich. Die lose Struktur und die ideologische Uneinheitlichkeit lassen aber offen, welchen Weg Attac in Zukunft gehen wird, ob die Bewegung zu einer relevanten sozialen Kraft werden kann. Wir sollten dies nicht bloß abwartend verfolgen, sondern uns bei diesem Prozess durch die Mitarbeit von Genossen einmischen.

Das gleiche gilt für die ersten Ansätze eines deutschen Sozialforums. Es kann eine lohnende Aufgabe hier sein, hier dauernde Strukturen zu schaffen für Bündnisse gegen den Kahlschlag im sozialen Bereich.

 

Dass von der Regierung für die Arbeiterklasse nichts, aber auch gar nichts Positives mehr zu erwarten ist, bietet somit auch einen neuen Ansatz für linke Politik. Anders als in Frankreich und Italien, Griechenland und selbst in Spanien sind die oppositionellen sozialen Bewegungen und Parteien bisher noch relativ schwach entwickelt. Die nötige Verbindung zwischen den neuen sozialen Bewegungen und den alten, v.a. den Gewerkschaften, müssen wir dabei im Auge haben. Dies kann, wie wir in Italien gesehen haben, den linken Flügel der Gewerkschaften stärken - aber natürlich auch umgekehrt  die sozialen Bewegungen zurückzerren, wie wir gerade bei der gemeinsamen Erklärung zur Globalisierung von DGB, VENRO und Attac gesehen haben. Tun wir das unsrige dazu, die Neuformierung einer antikapitalistischen radikalen Linken, die den Kampf gegen Krieg und Neoliberalismus auf ihre Fahnen geschrieben hat, voranzutreiben.

 

5. DKP konsolidieren und stärken

Die Entwicklung der Partei ist im letzten Jahr nicht so gut verlaufen wie im Jahr zuvor: die Verluste waren größer als die Neuzugänge. Die Altersstruktur haben wir nicht verbessern können. Woran liegt das? Wir legen noch immer nicht genügendes Gewicht auf die Arbeit mit Sympathisanten, haben meist kein griffiges Werbematerial  zur Hand. Die Gewinnung neuer Mitglieder ist aber die Schlüsselfrage der weiteren Entwicklung der Partei.

 

Wir haben aber auch Fortschritte gemacht: Öffentliche Gruppenabende finden inzwischen regelmäßig statt und sind damit eine Möglichkeit, Kollegen, Freunde und Sympathisanten mitzubringen.  Bei Demonstrationen finden sich erneut regelmäßig Genossen für den „uz“-Verkauf , was sehr zu begrüßen ist und auch so bleiben muss. Es wäre gut, wenn ein Genosse sich bereit erklären würde, dies abzusichern. Und der Internet-Auftritt ist inzwischen vorbildlich dank des Engagements des Genossen Christoph.

 

Was der subjektive Faktor bei Klassenauseinandersetzungen im Betrieb heute bedeuten kann, hat sich durch die Entwicklung bei Siemens gezeigt. Dort ist es gelungen, in einem Betrieb mit hochqualifizierten Angestellten, der schon durch seine geringe gewerkschaftliche Organisierung nicht zum Kampfbetrieb prädestiniert schien, eine Auseinandersetzung mit dem Kapital durchzustehen, die dieses zu beträchtlichen Kompromissen gezwungen und zu einer enormen Mobilisierung der Belegschaft sowohl gewerkschaftlich als auch politisch geführt hat. Dies ist vor allem auf die Arbeit des Genossen Leo und anderer Linker zurückzuführen. Positiv ausgewirkt hat sich auch, dass das „Betriebsecho“ mit seinen kritischen Analysen nun schon viele Jahre vor Siemens verteilt wird. (Verteiler!)

 

Es ist also nicht unwichtig, in welchem Betrieb die Genossen arbeiten, und gerade bei den jungen Genossen müssen wir darauf achten, dass sie sich bei entsprechenden Firmen bewerben. Wir müssen uns auf den Kern der Klasse konzentrieren. Auch bei der Verteilung von „Auf Draht“  sollten wir uns mehr danach richten, was bisher hauptsächlich an mangelnden Verteilern scheitert. Der Aufgabe, dort präsent zu sein, wo gekämpft wird, ist das Betriebsaktiv im letzten Jahr schon besser als früher nachgekommen: wir haben bei der Metalltarifrunde und bei der Beschäftigtenversammlung der Stadt Material verteilt. Allerdings haben wir es z.B. nicht geschafft, auch in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes mit einem eigenen Flugblatt vor den Toren zu stehen. Das müssen wir in Zukunft besser im Auge haben. Insgesamt entspricht der Anteil der Betriebsarbeiter nicht der Bedeutung dieses Bereichs.

 

Die SDAJ ist nach wie vor klein und jeder Weggang eines Mitglieds ist für die Gruppe ein enormer Verlust. Für die wichtige Schulungsarbeit steht der Genosse Bernd zur Verfügung, wodurch nicht nur die notwendige politische Erziehung der Genossen erfolgt, sondern auch neue Mitglieder herangezogen werden können. Dies könnte sicher noch verstärkt werden. Für das Jugendtribunal der SDAJ sollten wir werben, d.h. dass alle Genossen sich überlegen, wer dazu angesprochen werden kann, z.B. Jugendvertreter im Betrieb. Insgesamt muss die Unterstützung der SDAJ einen größeren Schwerpunkt der Arbeit des KV einnehmen.

 

Im Stadtteil sind wir durch den „Linksblick“ in Haidhausen vertreten, und das Betriebsaktiv wird weiter durch die regelmäßige Plakatierung dort dafür sorgen, dass wir auch optisch präsent sind.

 

 Wir werden wie vor jedem Pressefest eine Kommission zur Vorbereitung einsetzen, um unsern Beitrag auf dem Pressefest zu organisieren.

 

 Das Fest der Solidarität soll wieder im Juli stattfinden, also 4 Wochen nach dem Pressefest, obwohl uns bewusst ist, dass dies eine besondere Kraftanstrengung von uns allen erfordert.

 

Die Kassierung ist dank der sorgfältigen Arbeit der Genossin Solveig und der Gruppenkassierer überwiegend in gutem Stand. Wir haben sogar zusätzliche Spenden für die „uz“ überweisen können. Angesichts der chronischen Finanznot der Zentrale fordern wir jedoch alle Genossen auf, ihre Mitgliedbeiträge zu überprüfen und nach Möglichkeit zu erhöhen.

 

Der Versuch, die KVV zu einem regelmäßigen Diskussionsforum der Genossen aus allen Grundorganisationen zu machen, ist bisher leider gescheitert. Auch zaghafte Versuche, Auseinandersetzungen im „Rundbrief“ zu führen, sind in letzter Zeit ausgeblieben. Lediglich der extra eingerichtete Zirkel zur Programmdebatte ist positiv zu vermerken. Das Ziel, die KVV zu einem Ort lebendiger Diskussion zu machen, wollen wir aber weiter verfolgen. Denn die Qualität unserer Arbeit wird nur zunehmen, wenn wir gemeinsam mit den aktivsten und engagiertesten Genossen die Schwerpunkte und die inhaltliche Ausrichtung unserer Aufgaben bestimmen.

 

Der nachlässige Umgang mit dem Fernstudium ist sehr zu bedauern. Die Einsicht in die Bedeutung der marxistischen Theorie, die das Rückgrat jedes Kommunisten bildet, um sich selbständig orientieren zu können, geht immer mehr verloren. Hier muss der KV in Zukunft wieder mehr Gewicht darauf legen. Gerade heute ist die Verteidigung des wissenschaftlichen Sozialismus nötiger denn je.

 

Denn eine Zeit, in der die Parole „Eine andre Welt ist möglich“ massenhaft Verbreitung findet, sollte uns ermutigen, wieder offensiv für die Sozialismus zu werben. Die Verbindung der aktuellen Kämpfe mit der Einsicht in die Notwendigkeit einer andern Gesellschaftsordnung, das ist unsere wichtigste Aufgabe!

 



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