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Referat der zur Kreismitgliederversammlung der DKP München, 22. Februar 2003
DKP München mit neuem Plan und neuem Vorstand
Im Referat des Kreisvorstandes von Leo Mayer wurde zunächst der beeindruckende weltweite Aktionstag gegen den Irakkrieg am 15. Februar analysiert, an dem über 10 Millionen Menschen zeigten: "Die Menschheit will keinen Krieg gegen den Irak!"



Die Welt steht auf gegen den Krieg

 

Auf dem Europäischen Sozialforum in Florenz war Anfang November beschlossen worden, den 15. Februar zu einem europäischen Aktionstag gegen den angekündigten Irak-Krieg zu machen. Es wurde ein weltweiter Aktionstag. Rund um den Erdball haben eindrucksvolle Demonstrationen gegen den drohenden Krieg gegen den Irak stattgefunden: 3-5 Mio. in Rom, 2 Mio. in Barcelona, 1 Mio. in Madrid (in Spanien haben in 57 Städten ca. 5 -6 Mio. Menschen gegen den Krieg demonstriert; das sind ca. 14 % der gesamten Bevölkerung), über eine Mio. in London, eine halbe Mio. in Berlin, 250.000 in Paris, Hunderttausende in New York, Washington, San Francisco, .. – insgesamt über eine Million in den USA – Zehntausende in Tokio, in Sydney und in vielen anderen Städten aller Kontinente.

 

Der vergangene Samstag hat gezeigt:

§         die Menschheit will keinen Krieg gegen den Irak!

§         die Menschheit lehnt Krieg zur Lösung politischer Konflikte ab!

 

Erstmals in dieser Art eine weltweit koordinierte Aktion gegen den Krieg.

Offensichtlich, dass eine neue Friedensbewegung entsteht, dass das Zusammengehen von Friedensbewegung und globalisierungskritischer Bewegung, von Gewerkschaften und Kirchen Millionen Menschen zu eigenem aktiven Handeln mobilisieren kann.

 

It is no mystery, we are making history! (Es ist kein Geheimnis - wir machen Geschichte) - war eine der Losungen dieser weltweiten Aktion.

 

Am Freitag vergangener Woche hat die US-Regierung auch in der UNO eine Niederlage erlitten. Der Bericht der Inspekteure Blix und El Baradei hat der US-Regierung kein grünes Licht für den Militärschlag gegen den Irak gegeben. Im Gegenteil. Und auch die Debatte in der UNO diese Woche hat gezeigt: Die Mehrheit der Regierungen will sich dem Kriegskurs und dem Weltherrschaftsanspruch des US-Imperialismus nicht bedingungslos unterwerfen. Trotz Bestechung und Erpressung lassen sich die Regierungen, die sich hinter die US-Politik gestellt haben, an einer Hand abzählen.

 

Sie stehen unter dem Druck ihrer Völker.

 

Denn immer mehr Menschen erkennen:

§         der Krieg gegen den Irak wird nicht geführt, um den Irak zu entwaffnen. Dazu braucht es nicht einmal die Inspektoren. Ein Blick in die Lieferscheine deutscher, französischer und US-amerikanischer Rüstungskonzerne würde genügen, um den Großteil der irakischen Rüstung benennen zu können.

§         der Krieg wird nicht geführt, um die brutale Diktatur Saddam Hussein’s zu beenden.

§         der Krieg wird nicht geführt, weil die US-Truppen Demokratie und Freiheit in den Irak bringen wollen

§         der Krieg wird nicht geführt, weil der Irak Verbindungen zu islamischen Terroristen hätte.

 

Es ist inzwischen nahezu Allgemeingut, dass der Krieg um die Kontrolle des irakischen Erdöls geführt wird. Die Ölmultis wollen den direkten Zugang zu den irakischen Ölfelder, den zweitgrößten Ölreserven der Welt.

 

Aber das ist nicht alles: es geht um die Kontrolle der gesamten Region, um die langfristige Sicherung der Ölversorgung für die kapitalistischen Metropolen. Dieser Krieg gegen den Irak ist Teil des Feldzuges, mit dem die kapitalistische Globalisierung gegen den wachsenden Widerstand der Völker militärisch abgesichert wird. Dem entspricht die neue Militärdoktrin der USA, die den „präventiven Militärschlag“ in aller Welt vorsieht. Eine Doktrin, die von der NATO übernommen worden ist und zunehmend Eingang in die Planungen der Bundeswehr findet.

 

Dieser Krieg ist ein Krieg um Öl und Weltherrschaft!

 

 

Der Irak ist aber auch als Versuchsfeld neuer amerikanischer Waffensysteme gefragt

 

Vieles deutet darauf hin, dass die Bush-Administration Afghanistan, vor allem jedoch den Irak, als vorzügliche Chance begreift, neue Waffentechnologien zur virtuellen, lasergestützten und elektronischen Kriegführung (»E-Bombs«), satellitengesteuerte Allwetter-Hochpräzisionswaffe sowie neuartige Bomben zur Vernichtung von Bunkern (»Bunker Busting«) zu testen. Selbst der Einsatz von Atomwaffen wird von der Bush-Regierung nicht ausgeschlossen.

 

 

In dieser Situation spekulieren die Analysten und Ratgeber der Regierungen über die Kosten des Krieges. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos sorgten sich die Spitzenmanager der Multis um die weltwirtschaftlichen Folgen eines Krieges. Sie sind beunruhigt, dass die Kriegsangst die Aktienkurse drückt.

 

Sie sind sich unsicher, wie sich der Krieg auf den Ölpreis und auf die Konjunktur auswirken wird:

Bei einem kurzen und erfolgreichen Krieg und einer anschließenden US-Militärregierung für den Irak, könnten die Öl-Multis fördern was das Zeug hält. Der Ölpreis würde sinken.

Aber was ist, wenn der Krieg länger dauert, die ganze Region destabilisiert wird und die Ölförderung zum erliegen kommt? Das Fass Öl könnte dann bis zu 100 Dollar kosten. Was kostet die anschließende Besetzung des Irak? Wieviel ist aus den Verbündeten zur Finanzierung des Krieges herauszupressen?

 

Menschenleben kommen in diesen perversen Kalkulationen nicht vor - es geht nur um Preise und Gewinne. Dabei geht eine UNO-Studie davon aus, dass bei einem Krieg mindestens mit einer halben Million toter und verletzter Irakis gerechnet werden muss. Die IPPNW befürchtet gar eine Million Toter. Wenn es zu einer Schlacht um Bagdad kommt oder die US-Truppen Atomwaffen einsetzen, dann wird sich die Zahl der Toten und Verletzten vervielfachen.

 

Aber Menschenleben spielen in den Abwägungen eines für und wieder keine Rolle. Dieter Klingenberg, Chef des Verbands der Investitionsgüterindustrie: „Wenn es aber unbedingt sein muss, dann lieber einen Krieg jetzt als eine Hängepartie, die alles lähmt.“ (HB, 14.2.03)

 

Was kann die Perversität dieser kapitalistischen Ordnung, in der alles nur nach seinem Markt- und Börsenwert gerechnet wird, besser demonstrieren?

 

Wir müssen den Kampf gegen den Krieg viel stärker noch verbinden mit der Aufklärung über die Ursachen der Kriege, die in der kapitalistischen Produktionsweise und im Imperialismus wurzeln.

 

Wir müssen dies tun, ohne die Bewegung selbst einzuengen.

 

Als Teil der Friedensbewegung geht es uns jetzt darum, die Bewegung gegen den Krieg zu verbreitern. Es geht darum, den vielen Menschen, die NEIN denken den Mut zu machen, auch NEIN zu sagen. Und dafür zu handeln.

 

Wir müssen

§         alles fördern, was geeignet ist mehr Menschen einzubeziehen;

§         alles tun, damit sich die Widersprüche in der SPD und Grünen entfalten können;

§         alles tun, was geeignet ist, den Krieg zu verhindern;

§         alles tun, was die Bundesregierung daran hindert, ihr NEIN weiter aufzulösen.

 

Der DGB-Vorsitzende Baden Württembergs hat den DGB-Bundesvorstand aufgefordert, in den Betrieben und Verwaltungen mit fünf Mahnminuten für den Frieden ein öffentliches Zeichen für eine friedliche Lösung des Konflikts zu setzen. So muss es weitergehen: die Gewerkschaften als aktive Kraft gegen den Krieg.

 

Die CDU ist seit der Münchner Sicherheitskonferenz auf den Kriegskurs von Busch eingeschwenkt – sie wollen halt keine Cubaner sein.

Dabei ist dies, wie Peter Strutynski gesagt hat, eine Ehre: Cuba hat in seiner ganzen Geschichte noch nie ein anderes Land überfallen.

 

Union, Arbeitgeberverbände, Handelsblatt wie auch die FAZ und FTD fordern die Regierung zum Positionswechsel auf. Der Kanzler schade mit seiner Politik dem Lande, führe Deutschland in die Isolierung.

 

Aber entgegen dieser Propaganda hat sich in der UNO wie auch mit den weltweiten Massendemonstrationen am vergangenen Wochenende gezeigt, dass die Bundesregierung mit ihrer Haltung nicht isoliert ist.

 

Das Problem liegt nicht darin, was die Regierung sagt, sondern darin, was sie tut.

Das NEIN, mit dem Schröder und Fischer die Wahlen gewonnen haben, wird in vielfacher Hinsicht durch die Praxis gebrochen:

§         die ABC-Spürpanzer sind in Kuwait geblieben, wie auch die Bundesmarine am Horn von Afrika;

§         die Bundesregierung gab der Kriegsnutzung der US-Basen auf deutschem Boden freie Hand und gewährt für die Vorbereitung eines Angriffskrieges freie Überflugrechte;

§         im Kriegsfall sollen die fliegenden Kommandozentralen AWACS mit deutschen Soldaten zum Einsatz kommen;

§         die USA sind in Afghanistan und auf dem Balkan durch die Bundeswehr militärisch entlastet worden;

§         Patriot-Raketenbatterien werden an Israel geliefert.

§         nach Art eines Winkeladvokaten verweigerte die Bundesregierung der Türkei offiziell erbetene Patriot- Flugabwehrraketen-Batterien und lässt dieses Geschäft zugleich durch Überlassung von Patriot-Raketen an die Niederlande, die diese dann in der Türkei installieren, indirekt über die Bühne gehen. Inzwischen hat sie in der NATO auch zugestimmt, dass der Türkei im Falle eines US-Angriffskrieges auf den Irak beigestanden wird.

§         Ständig erklärt die Bundesregierung seit Sommer 2002, sie werde sich nicht mit deutschen Soldaten an einem Irakkrieg beteiligen. Sie hat damit eine Gespensterdebatte eröffnet, um den Blick auf den Hauptkriegsschauplatz zu vernebeln. Die USA haben nämlich nie die Beteiligung von deutschen Bodentruppen verlangt, weil sie sehr wohl wissen, dass die Bundeswehr wegen der zahlreichen Auslandseinsätze materiell und personell dazu gar nicht in der Lage ist. Es geht den USA darum, worauf sie zur Vorbereitung des Irakkriegs in Europa angewiesen sind: Die verfassungswidrige Nutzung ihrer Liegenschaften und Führungseinrichtungen auf deutschem Territorium.

 

Aber so hält sich die Bundesregierung die Hintertüre auf, wenn es zum Krieg kommt, doch noch mitzumachen.

 

Endstation Old Europe“ hat die SZ letzte Woche in der Wochenendausgabe geschrieben. Denn in Berg am Laim sind vergangene Woche die Züge gestanden, mit denen Jeeps, LKW’s und andere Militärausrüstung der US-Truppen durch Österreich nach Italien für den Weitertransport in den Golf befördert werden sollten. Aber Österreich hat den Transit für die US-Militärs gesperrt.

Als wir uns am Montag getroffen haben, um eine Blockadeaktion für Dienstag zu organisieren, sind die Züge leider vorher abgefahren, bevor wir eine Aktion machen konnten.

Aber so wie die österreichische Regierung, so muss auch die deutsche Regierung handeln! Dies verlangen Verfassung und Völkerrecht!

 

 

Unsere Forderungen sind klar und einfach:

§         Nein zu einem Krieg gegen den Irak - in Berlin, bei der NATO in Brüssel und im UN-Sicherheitsrat in New York

§         keine direkte und keine indirekte Unterstützung für den Krieg der USA gegen den Irak

§         Nein zum Krieg - mit oder ohne UNO-Mandat

 

 

 

Erkennen müssen wir aber auch:

Erstmals in der Geschichte der BRD opponiert eine bundesdeutsche Regierung öffentlich gegen die Kriegspolitik einer US-Regierung.

 

Sie begünstigt damit – wie auch die Mobilisierung der Gewerkschaften und die Haltung der Kirchen – die Entwicklung der Friedensbewegung; das Engagement von Hunderttausenden von Menschen.

 

Dies gilt auch für die Demo am 7./8.2. in München.

 

Sicherlich wollten SPD und DGB-Spitze mit der Kundgebung am Odeonsplatz die Politik der Bundesregierung unterstützen, d.h. sie aus der Kritik wegen ihrer Halbheiten nehmen. Ebenso ging es den Initiatoren darum, die Kritik an der US-Politik so darzustellen, als wäre die Politik der Bush-Regierung ein Bruch mit einer Tradition friedliebender US-Politik. Sie wollen verschleiern, dass die Kriegspolitik der Bush-Regierung in ungebrochener Kontinuität blutiger, aggressiver, imperialistischer Außenpolitik der USA und der NATO steht.

Resultat ist jedoch, Ude und DGB haben Menschen an die Demo herangeführt, die sonst zu Hause geblieben wären.

Sie haben dazu beigetragen, dass München am 7. und 8. Februar ein unübersehbares Zeichen gegen den Krieg gesetzt hat.

 

An dieser Stelle einen Dank an Claus und Walter für ihre Arbeit im Bündnis gegen die Sicherheitskonferenz!

 

Keine leichte Arbeit in einem Bündnis, das immer wieder in der Lage ist, große und plurale Demonstrationen zu organisieren, aber im Inneren – und auch das ist deutlich geworden im Rednerkonzept, in der Schwerpunktsetzung und der Demonstration selbst – geprägt wird durch starke sektiererische Züge und deshalb politisch nicht auf der Höhe der Herausforderungen und Aufgaben steht.

 

Dies ist keine Schulmeisterei, sondern als Teil der Bewegung müssen wir uns verantwortungsbewusster mit diesen Problemen beschäftigen.

Genossinnen und Genossen die in diesen Bündnissen mitarbeiten – Claus, Walter, Anja im Bündnis gegen die Sicherheitskonferenz, Emmi und Klaus Mähler im Münchner Friedensbündnis bzw. in der BIFA – erwarten zu Recht mehr Unterstützung und Koordination durch die Partei.

 

§         Deshalb schlagen wir vor, in den nächsten Tagen eine Beratung der in diesen Bündnissen aktiven Genossinnen und Genossen durchzuführen, um unsere Bündnisarbeit besser abzustimmen.

 

§         Wir müssen auch überlegen, ob und wie es uns als Kreisorganisation künftig möglich ist, Bündnisse in der Vorbereitung von Großaktionen stärker in der praktischen, operativen Arbeit zu unterstützen, - vorausgesetzt, es wird vom Bündnis gewünscht und wir gehen als Partei nicht im Bündnis auf. Ist kompliziert in Anbetracht unserer geringen Kräfte!!

 

§         Offensichtlich hat in der Bündniskonstellation am 7./8.2. der linke Gewerkschafts- und Betriebsrätebereich keine Rolle gespielt. Dieser Sektor war nicht vertreten durch die Politik der SPD und DGB-Führung, aber auch nicht durch das Bündnis gegen die Sicherheitskonferenz. Ein stärkeres Engagement dieses Spektrums kann zusätzliche Mobilisierungsmöglichkeiten eröffnen und zu einer massenorientierteren Politik des Bündnisses beitragen. Wie das bewerkstelligt werden kann? Da müssen wir gemeinsam daran knobeln – auch zusammen mit anderen linken Gewerkschaftern und Friedensfreunden.

 

 

Diese Aufgaben können und müssen wir gemeinsam angehen, auch wenn wir in der Einschätzung der Widersprüche und Triebkräfte, die zum Kriege drängen, nicht übereinstimmen.

 

§         Geht es beim angekündigten US-Krieg um die Errichtung einer globalen politisch-militärischen Diktatur im Interesse des globalen Kapitals. Und sind die Differenzen im bürgerlichen Lager, die weltweit zu beobachten sind – in den USA, in der NATO, in Europa, zwischen einem Teil Europas und den USA –Differenzen zwischen einer Kriegsfraktion und einer Fraktion des globalen Kapitals, die stärker auf politische Mittel zur Kontrolle und Unterwerfung setzt, aber im Ziel übereinstimmt, ein globales Kontrollregime der transnationalen Konzerne zu errichten;
die die De-stabilisierung der ganzen Region, bis hin nach Pakistan und Indonesien befürchtet, während die US-Regierung gerade auf diese De-stabilisierung setzt, um die direkte militärische Kontrolle zu rechtfertigen.

 

§         Oder treiben die zwischenimperialistische Widersprüche, die ihre Wurzel in unterschiedlichen politischen und ökonomischen Interessen der imperialistischen Zentren haben, zum Krieg?

 

Für beide Auffassungen gibt es durch die aktuelle Entwicklung Argumente, je nach Interpretation. Geradezu exemplarisch für die beiden Interpretationsmöglichkeiten ist die Initiative Frankreichs und Deutschlands:

Im Gegensatz zur US-Politik fordern Deutschland und Frankreich eine Fortführung und Verstärkung der UN-Inspektionen, angeblich, um den Irak zu entwaffnen und den Frieden am Golf doch noch zu erhalten. »Das Geheimprojekt 'Mirage' sieht vor, daß Tausende von bewaffneten Blauhelm-Soldaten der Vereinten Nationen in den Irak einmarschieren, um die Arbeit der Inspektoren zu ermöglichen. Unter ihrem Schutz könnten die Inspektoren zu einer gewaltigen 'Hausdurchsuchung' des gesamten Landes ansetzen.«, schreibt DER SPIEGEL. Hausdurchsuchung? Hausbesetzung wäre das richtige Wort, denn: »Die Blauhelme würden jahrelang faktisch die Kontrolle des Landes übernehmen«, schreibt DER SPIEGEL weiter. An Stelle des Blitz-Krieges wollen die Alt-Europäer also einen Blix-Krieg: Auch nach ihrem Plan soll der Irak unter ein Besatzungsregime gestellt werden, aber es soll nicht von einem US-General, sondern von Hans Blix, dem Chef der UN-Waffeninspekteure, geführt werden. Die Truppen sollen mit dem Blauen Helm auf dem Kopf das Land im UN-Auftrag okkupieren. Das politische Ziel, nämlich die Kontrolle der Ölquellen wäre erreicht, ohne dass ein Schuss fällt.

 

Im Rahmen der Programmdebatte sollten wir uns bemühen, noch tiefer die Entwicklungstendenzen und die grundlegenden Veränderungen zu erfassen. Durch den Beschluss des Parteitages, noch keinen Entwurf zu beschließen, haben wir den Raum und die Zeit dazu.

 

 

Krise und neoliberaler Umbau

 

Die Euro-Wirtschaft steht ein Jahr nach dem Konjunktureinbruch 2001 erneut vor einer Rezession. Es bestätigt sich wohl die Prognose des isw, dass wir es mit einem neuen Krisenverlauf und Krisencharakter des globalisierten Kapitalismus zu tun haben.

 

Die Arbeitslosigkeit ist sprunghaft angestiegen. In München sind 72.472 Menschen offiziell als arbeitslos registriert. So viele waren es seit dem Zweiten Weltkrieg noch nie. Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil: jeder vierte Münchner Betrieb plant Personalabbau.

 

Vor diesem Hintergrund haben die Unternehmerverbände eine Kampagne für eine weitere Verschärfung der Politik des neoliberalen Umbaus von Staat und Gesellschaft eröffnet.

 

Nach den verlorenen Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen nimmt der Druck auf die Bundesregierung zu. Mit dem Ergebnis, dass die Bundesregierung auf den Kurs der CDU einschwenkt. Schröder sucht die Zusammenarbeit mit der Union.

Die UZ schrieb treffend: „Die Opposition regiert und die Regierung wagt kaum zu opponieren.“

 

Zur Zeit regiert die größtmögliche Koalition: in der Bundesregierung SPD-Grüne, die mit dem Argument der CDU-Mehrheit im Bundesrat von Haus aus nur noch eine Politik machen, die die Zustimmung der CDU findet. Über Landesregierungen, v.a. Berlin; ist sogar PDS in diese Koalition des forcierten neoliberalen Umbaus eingebunden.

 

Schröder ist angeschlagen. Die FTD (14.2.03) schreibt, „politisch ist der Bundeskanzler am Ende“. „ Er gefährdet nach außen seine Bündnisfähigkeit und provoziert im Innern lähmende Zurückhaltung. ..  dem dringend benötigten Aufbruch steht er inzwischen selbst im Wege. .. Deutschland muss zu Wachstum zurückfinden und eine europäische Außenpolitik in Kooperation – nicht in Konfrontation – mit den USA entwickeln. . Nötig sind .. harte Reformen in den Sozialsystemen, am Arbeitsmarkt ..“ (FTD, 14.2.03)

 

Für die SZ gilt unter der Überschrift „Deutschland abseits“: „die einstige wirtschaftliche Führungsnation inzwischen als marode, rückständig und reformunfähig.“ (SZ, 1.2.03) Und sie benennt auch die Ursache: nämlich weil „Deutschland ein Gewerkschaftsstaat ist.

 

„Auch wenn Schröder selbst Teil des deutschen Problems geworden ist“ (FTD, 14.2.03), setzen die Unternehmer – im Unterschied zur US-Regierung – im Moment nicht auf einen Regierungswechsel, sondern die Wirtschaft fordert eine enge Zusammenarbeit von Regierung und Opposition. „Wir werben dafür, dass die verschiedenen politischen Lager sich aufmachen zu einer wirklichen Reformpolitik für Deutschland.“, sagen die Unternehmerverbände. Dabei erwarten sie nicht nur von der SPD einen Politikwechsel, sondern auch von der Union. Und so haben CDU und FDP das Ende der Blockadepolitik im Bundesrat zugesagt.

 

Es „ist ein psychologischer Befreiungsschlag nötig“ fordert die SZ (1.2.03 „Deutschland abseits“) „Der kann nur von der Bundesregierung kommen, die mit einem großen Wurf bei Arbeitsmarkt- oder Steuerpolitik den Willen zeigt, die verkrustete Republik aufzubrechen.“

 

In Wolfgang Clement sieht das Kapital den Mann, der das notwendige Verständnis für die Probleme der Wirtschaft hat und die Verkrustungen aufbrechen kann.

 

Beim „psychologischen Befreiungsschlag“ konzentriert sich gegenwärtig alles auf die Änderung des Kündigungsschutzes. Dabei gibt ein sog. Experte in der SZ sogar zu: „Wir können nicht beweisen, dass es hilft, ich bin mir aber ziemlich sicher, dass es nichts schadet.“ Es gehe aber darum, Blockaden zu beseitigen, „vor allem solche, die im Kopf stecken.“ (SZ, 4.2.03)

 

In der Tat geht es darum Blockaden zu beseitigen. Natürlich schützt das Kündigungsschutzgesetz nicht wirklich vor Kündigungen, aber es grenzt Unternehmerwillkür ein. Und das ist der Kern: das Kündigungsschutzgesetz trägt ebenso wie der Tarifvertrag dazu bei, dass Unternehmermacht begrenzt wird, dass die Arbeiter und Angestellten Konflikte im Betrieb austragen können ohne schutzlos der Unternehmerwillkür ausgeliefert zu sein, dass die arbeitenden Menschen für den aufrechten Gang im Betrieb eintreten können.

 

Die Frage des Kündigungsschutzes ist eine Frage der Demokratie. Dies gehört insbesondere den Grünen, die sich geradezu als Rammbock für den Abbau sozialer und demokratischer Rechte der arbeitenden Menschen erweisen und die gar nicht schnell genug bei den Positionen der FDP ankommen können, ins Stammbuch geschrieben.

 

Wer in der sozialen Hängematte eines Bundesministers liegt, sollte besser nicht über die Einschränkung des Kündigungsschutzes von Menschen nachdenken, die mit dem Rauswurf in existenzielle Notlagen gestürzt werden und mit dem zurecht kommen müssen, was ein Minister als Gehaltserhöhung einstreicht. Im Übrigen verhindert der Kündigungsschutz keine Entlassungen, sondern nur unbegründbare. Wenn das den Schreiberlingen in den Redaktionen und einem Bundesminister nicht bekannt ist, dann wäre das durchaus ein Kündigungsgrund.

 

Es gibt keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Konjunktur und Kündigungsschutz, zwischen der Höhe der Arbeitslosigkeit und dem Kündigungsschutz. Ein Blick auf die USA mag das beweisen. Bei unverändert nicht vorhandenem Kündigungsschutz gab es Phasen, in denen die Arbeitslosigkeit in den USA höher war als in Deutschland und umgekehrt.

 

Umgekehrt kann man sagen: Die Kohl-Regierung hat 1996 Betrieb mit weniger als elf Beschäftigten aus dem Kündigungsschutz ausgenommen. Das Handwerk hatte für weniger Kündigungsschutz 500.000 neue Jobs versprochen. Mit dem verschlechterten Kündigungsschutz gab es am Ende der Kohl-Regierung um 100.000 Arbeitplätze weniger im Handwerk.

 

Wurde zu Beginn der Debatte die Aufhebung des Kündigungsschutzes in Kleinunternehmen in den Vordergrund geschoben, so kristallisiert sich jetzt heraus, dass es eigentlich um die soziale Auswahl geht. Diese verhindert, dass die Unternehmen einen Drehtüre installieren: ältere, meist etwas teurere Arbeitskräfte raus und jüngere, billigere rein. Die vorgeschrieben soziale Auswahl eröffnet Widerstandsmöglichkeiten für die Rausgeworfenen und sie hemmt den Weg in die Amerikanisierung des deutschen Arbeitsmarktes.

 

Demagogisch wird gesagt, dass Einstellhemmnisse für ältere Arbeitnehmer beseitigt werden sollen. Fakt ist: die Hälfte aller Betrieb in Deutschland beschäftigt keinen über 50 Jahren. Aber welche Logik!? man will ältere Arbeitnehmer leichter auf die Strasse werfen können, um sie dann wieder einzustellen?

 

Mit Händen zu greifen ist auch der enge Zusammenhang zwischen dem Kampf der Siemens-Belegschaft gegen die Kündigungen und dem Vorstoß von Bundesregierung und Opposition zur Aufhebung der Sozialauswahl bei Kündigungen. Denn „Konzerne wie Siemens laufen Gefahr, von ausländischen Managern als ebenso unflexibel abgestempelt zu werden wie die gesamte Republik,“ schreibt die SZ (SZ, 1.2.03). Der Kündigungsschutz mache Konzerne wie Siemens oder die Commerzbank „Quasi handlungsunfähig“ jammern die Personalchefs der beiden Konzerne auf einer halben Seite in der SZ am 10.2.2003.

 

Am 1.2.03 schreibt ein N.P. in einem Kommentar der SZ auf S.4: „So wird derzeit in den krisengeschüttelten deutschen Zeitungshäusern eine ganze Generation hervorragend ausgebildeter junger Journalisten auf die Straße gesetzt, einfach weil es die Sozialauswahl so verlangt.“

 

Die Sozialauswahl verlangt den Hinauswurf der Jungen! Nicht mehr die Unternehmer werfen die Menschen auf die Strasse, sondern die Sozialauswahl, die älteren Kollegen werfen die jungen hinaus.

 

Ein neuer Generationenkonflikt wird hochgezogen. Das kommt bekannt vor: aus der Debatte um die Privatisierung der Rente oder der Gesundheitsvorsorge.

 

Die Zeit drängt.

Wir müssen unsere Kräfte einsetzen, um ganz schnell den Widerstand gegen die Zerschlagung des Kündigungsschutzes zu organisieren. Die Arbeitgeberverbände haben beschlossen, jeden Bundestagsabgeordneten mit Paten zu betreuen. Aus nahezu allen Redaktionsstuben wird publizistisches Dauerfeuer auf den Kündigungsschutz gegeben. Die Gewerkschaftsführungen beginnen zu wackeln.

 

Da brauchen wir den Druck aus den Betrieben, von Gewerkschaftsgliederung, von Betriebsräten, von Beschäftigten und Gekündigten auf SPD, Grüne und Teile der CSU. Wir brauchen den Druck auf die Gewerkschaftsführungen. Die Gewerkschaften müssen gedrängt werden, mit Massenmobilisierungen den Kündigungsschutz zu verteidigen.

 

Zur Erinnerung: In Italien war diese Auseinandersetzung der Anfang einer sozialen Bewegung von neuer Qualität und der Beginn einer Neubegründung der Gewerkschaften.

 

 

 

Bei der Gesundheitsreform handelt es sich um das zweite Großprojekt zum neoliberalen Umbau der Gesellschaft und zur Privatisierung der sozialen Risiken: Die Kassenpatienten müssen sich, wenn es nach der Rürup-Kommission geht, auf starke Einschnitte vorbereiten. Zahnersatz, Krankengeld und Leistungen für Freizeitunfälle sollen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen werden. Ziel ist, die Unternehmen bei den Sozialabgaben zu entlasten, d.h. den Preis der Ware Arbeitskraft zu senken, und natürlich stehen private Versicherungen bereit, diese Risiken abzudecken.

 

Der Ruf nach mehr Markt, mehr Wettbewerb und einer Deregulierung des Gesundheitswesen beherrscht die Diskussion. Wie das Beispiel der USA zeigt, wird ein überwiegend marktwirtschaftlich und wettbewerbsförmig organisiertes Gesundheitssystem aber erst recht zu einer noch teueren und äußerst unsozialen Veranstaltung.

 

Kräfte des Widerstandes

 

In dieser Situation hat die SPD-Linke nach den verlorenen Wahlen in Hessen und Niedersachsen kurz aufbegehrt. Aber sie ist konzeptionslos und ohne Einfluss.

 

Die PDS ist als Oppositionspartei nahezu nicht mehr sichtbar. Durch die Regierungsbeteiligung in Berlin, exakter durch die Beteiligung am Sozialabbau und der Abwälzung der Krisenlasten auf die Berliner Bevölkerung verliert sie an Glaubwürdigkeit. Zudem gibt es einflussreiche Kräfte in der PDS, die auch politisch-ideologisch den Anschluss an den neoliberalen Mainstream finden wollen. Dieser innere Streit wirkt sich lähmend aus.

 

 

Die einzige Kraft die wirklich Widerstand entwickeln kann, sind die Gewerkschaften.

 

In dem Maße wie die SPD eine – wie Oskar Lafontaine sagt – „neoliberaler Politik in roter Watte“ betreibt, nehmen die Spannungen zwischen SPD und Gewerkschaften zu.

 

Während Schröder im Verein mit einem erheblichen Teil der Gewerkschaftsspitzen versucht, die Gewerkschaften einzubinden, gehen Clement und Merz wie die Unternehmerverbände auf offenen Konfrontationskurs.

 

In der Financial Times Deutschland vom 22. November heißt es dazu in einem Kommentar unter der Überschrift "Das Kapital - Sieben Vorschläge für ein dynamisches Deutschland:

"Gut, mit Neuwahlen dürfen wir - noch - nicht rechnen. (...) Aber müssen wir den Kopf wirklich in Sand stecken? Mal angenommen, eine Regierung würde unter anderem folgendes Programm umsetzen:

§         Erstens: Alle Arten von direkter Sozialhilfe sowie die Arbeitsförderung werden - sagen wir für zehn Jahre - real auf dem Stand von 2002 eingefroren (...).

§         Zweitens: Wer eine zumutbare Arbeit ablehnt, geht leer aus, und zwar völlig. Der Kündigungsschutz wird ersatzlos gestrichen. (...)Die Lohnzuwächse bleiben zunächst unter dem Anstieg der Arbeitsproduktivität, wie es auch die Sachverständigen fordern.

§         Drittens: Die Menschen arbeiten wieder länger, wie es auch auf der Hand liegt, wenn sie immer älter werden.

§         Viertens: Im Gesundheitssystem wird auf mehr Eigenverantwortung gesetzt, Vorschläge dazu gibt es en masse (...).

Wenn die Gewerkschaften da nicht mitspielen, sind sie eben zu entmachten."

 

 

Für uns kann es nur eine Schlussfolgerung geben: wir müssen unsere Arbeit in den Gewerkschaften und Betrieben verstärken und qualifizieren.

 

Interessante Erfahrungen haben Parteigruppe, Gewerkschaft, Betriebsrat und vor allem die Belegschaft in dem seit August anhaltenden Widerstand gegen die Entlassungen bei Siemens in der Hofmannstr. gemacht. In der UZ vom 7. Februar konntet ihr Euch auf einer ganzen Seite über das Mitarbeiternetzwerk – eine im Laufe der Auseinandersetzung entstandenen Selbsthilfeorganisation der Beschäftigten – informieren.

 

Es schält sich allmählich heraus, dass diese Auseinandersetzung einen grundsätzlicheren Charakter hat. Dass hier exemplarisch in einem High-Tech-Betrieb der Kampf zur Verteidigung der Arbeitsplätze aufgenommen worden ist. Dass versucht wird, neue gewerkschaftliche Konzepte zu proben; Konzepte die brechen mit der in den Gewerkschaften und Betriebsräten weitverbreiteten bzw. üblichen Tradition der Stellvertreterpolitik und der Ruhigstellung der Belegschaften.

Offensichtlich ist, dass die alten Konzepte der Sozialpläne und Beschäftigungsgesellschaften in der heutigen kapitalistischen Ökonomie nicht mehr zur Vertretung von Interessen der Beschäftigten taugen. Alternative gewerkschaftliche Konzepte sind noch nicht klar erkennbar; für einen Teil der Gewerkschaft liegen sie im Co-Management mit den Unternehmensleitungen. Die Auseinandersetzung in der Hofmannstr. setzt andere, entgegengesetzte Akzente. Auf jeden Fall gibt sie für die Suche nach neuen Konzepten und Strategien wichtige Hinweise.

 

Dies hat zur Folge, dass diese Auseinandersetzung in Gewerkschaften und Betriebsräten nicht nur mit Interesse, sondern auch mit Ablehnung und Misstrauen beobachtet wird.

 

Interessant ist auch folgendes: Seit Herbst bekommt diese Auseinandersetzung großen Raum in den Münchner Zeitungen eingeräumt.

Betriebsräte, Gewerkschaftsgliederungen, linke Organisationen in Frankfurt, Stuttgart, Ulm, Göppingen, demnächst in Wien und in Pled der Dachverband der Arbeiterräte Sloweniens laden Betriebsräte der Hofmannstr. zu Veranstaltungen und Seminaren ein.

 

Und jetzt kommt das interessante: in München waren es nur die Pfarrgemeinde Obersendling mit der Katholischen Betriebsseelsorge, die das „Mitarbeiternetzwerk“ eingeladen haben.

 

Noch keine DKP-Gruppe, nicht die PDS, nicht die Gewerkschaftslinke oder das Sozialforum, auch keine Gewerkschaft hat bisher eine Veranstaltung zur Diskussion über die Erfahrungen aus dieser Auseinandersetzung gemacht.

Eine Ausnahme: bei der Veranstaltung des DGB München gemeinsam mit attac, wurde dieses Thema als Beispiel eines Kampfes gegen die kapitalistische Globalisierung eingeordnet und in den Themenkatalog aufgenommen.

 

Am Mittwoch macht die BG Siemens mit Conrad Schuhler, der im Auftrag von isw und der IGM Bayern an einer Studie über den Kampf der Siemensbelegschaft um die neue Unternehmenskultur arbeitet, um 17:00 Uhr eine Veranstaltung im KommTreff.

 

 

Als Richtig hat sich auf jeden Fall bestätigt, dass wir in den Großbetrieben den ausschlaggebenden Teil der arbeitenden Klasse sehen und dass wir uns bemühen, unsere politische Arbeit dementsprechend auszurichten.

 

Renate wird auf diesen Aspekt noch eingehen. Ebenso auf unsere weiteren Aufgaben, von denen ich noch auf zwei dicke Brocken verweisen will:

§         da ist zum einen das am 15. März in Düsseldorf stattfindende Jugendtribunal und

§         zweitens - und das vor allem - unser UZ-Pressefest, das Volksfest der DKP.

 

Unser Fest vom 20.-22. Juni 2003 im Dortmunder Revierpark Wischlingen bietet, vor dem geschilderten politischen Entwicklungen, gute Möglichkeiten zum größten Treffen der Kommunisten, Sozialisten und anderen Linken in Deutschland zu werden. Es ist eben nicht nur ein Treffen der DKP-Mitglieder. Es ist ein Fest, das mit seinen kulturellen und politischen Veranstaltungen, seiner Geselligkeit und seinen vielseitigen Darstellungen und Angeboten weit über uns hinauswirkt.

§         Wir alle haben zu überlegen, wie vor allem junge Menschen, die sich in den letzten Wochen und kommenden Monaten gegen die Kriegspolitik engagierten und engagieren, zur Teilnahme am Fest geworben werden können.

§         Wie können junge Menschen, die "eine andere Welt" und "Her mit dem schönen Leben" fordern, zu unserem Fest geworben werden?

§         Wie können in Bewegung geratene, in antifaschistischen und antiimperialistischen Initiativen arbeitende Jugendliche gewonnen werden?

§         Wie können kommunistische, sozialistische und linke Kolleginnen und Kollegen, die in Deutschland lebenden und arbeitenden Griechen, Italiener, Kurden und Türken verstärkt angesprochen und geworben werden?

 

Wenn wir nur einen Teil davon schaffen, dann wird sich der große Aufwand, den wir für das Pressefest vor uns haben, gelohnt haben.

 



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